Vom Zustand der Welt
EINE PHILOSOPHISCHE INVENTUR DER GEGENWART
Wir leben in einer Zeit der Umbrüche, die uns oft sprachlos hinterlässt. Mit unserer neuen Seminarreihe „Vom Zustand der Welt“ werfen wir einen unbestechlichen, philosophischen Blick auf die Erschütterungen unserer Gegenwart. Wir fragen nicht nach dem Was, sondern nach dem Warum — und vor allem: nach dem, was bleibt.
In der ersten Ausgabe vom 05. bis 07. Februar 2027 widmen wir uns zwei existenziellen Spannungsfeldern:
I. Der KI-Code: Endstation Menschheit?
Während die technische Evolution in atemberaubendem Tempo voranschreitet, stellt sich die radikale Frage nach dem Wesen des Menschlichen neu. Ist der algorithmische Code die Vollendung unserer Vernunft oder das Protokoll unserer Selbstabschaffung? Wir untersuchen die Grenze zwischen Geist und Maschine und fragen nach der Souveränität des Menschen im Zeitalter seiner digitalen Kopierbarkeit.
II. Der Sklavendienst der Moderne und die Dringlichkeit des Aufbruchs.
Im Dialog mit Ludwig Klages.
Hinter der glänzenden Fassade von Fortschritt und totaler Vernetzung verbirgt sich eine neue Form der Unfreiheit. Inspiriert von der scharfsinnigen Kulturkritik Ludwig Klages’ untersuchen wir den „Sklavendienst“, in den der moderne Mensch durch die Herrschaft des rein Zweckrationalen geraten ist. Wenn der Geist das Lebendige nur noch verwaltet, statt es zu erfahren, droht die Entseelung unserer Welt. Wir analysieren die Mechanismen dieser Selbstausbeutung und fragen nach der Dringlichkeit des Aufbruchs: Wie finden wir zurück zu einer Unmittelbarkeit des Lebens und einer Freiheit, die mehr ist als bloße Effizienz?