Wir glauben, unsere Vorlieben seien Ausdruck unserer tiefsten Individualität: den Wein, den wir schätzen; den Beruf, den wir ergreifen; die Werte, für die wir einstehen. Wir fühlen uns als souveräne Regisseure unseres Lebens.
Doch der französische Soziologe und „skeptische Aufklärer“ Pierre Bourdieu hält uns einen Spiegel vor, der dieses Selbstbild radikal erschüttert. Seine These: Gesellschaftliche Strukturen existieren nicht nur im Außen – als Gesetze oder Klassen. Sie schreiben sich tief in unser Denken und unseren Körper ein. Bourdieu nennt das den Habitus. Wir handeln oft exakt so, wie es unsere soziale Herkunft vorgegeben hat, während wir fest davon überzeugt sind, völlig frei zu wählen.
Sind wir also nur Marionetten unserer Herkunft?
In unserem nächsten Seminar aus der Reihe „Philosophische Perspektiven" geht es um die Frage: Wo endet die soziale Prägung und wo beginnt der freie Geist? Nur wer die unsichtbaren Strukturen erkennt, die ihn formen, kann beginnen, sich wirklich über sie zu erheben.
Es gibt noch freie Plätze!
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